PLATON KRITON PDF

Er war ein wohlhabender Athener, der wie Sokrates aus dem Demos Alopeke stammte. Dank dieser breiten Hilfsbereitschaft ist es, wie Kriton versichert, nicht erforderlich, dass sich ein Einzelner finanziell ruiniert. Belanglos ist auch der Umstand, dass manche Meinungen weit verbreitet sind, denn wichtig ist nicht die Anzahl, sondern nur die Kompetenz der Vertreter einer Auffassung. Mit dieser Umschreibung meint Sokrates die unsterbliche Seele. Nicht das Leben an sich ist erstrebenswert, sondern nur ein gutes Leben.

Author:Faushakar Fauzuru
Country:Cape Verde
Language:English (Spanish)
Genre:Personal Growth
Published (Last):26 December 2008
Pages:111
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ISBN:584-1-93268-925-8
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KR: Allerdings. Auch habe ich ihm schon etwas gegeben. SO: Bist du eben erst gekommen oder bis zu schon lange da? KR: Schon ziemlich lange. SO: Warum hast du mich denn nicht gleich geweckt, sondern sitzt so still neben mir? KR: Ja nicht, mein Sokrates, beim Zeus! SO: Wohl wahr.

Ist vielleicht das Schiff von Delos angekommen, nach dessen Ankunft ich sterben soll? SO: Ich will es dir sagen. Ich soll ja doch den folgenden Tag, nachdem das Schiff angelangt ist, sterben? KR: Und was war denn dieses Traumgesicht? Folge mir also und handele nicht anders! Darauf also, Sokrates, gib wohl Acht, dass nicht sowohl dir als uns zum Unheil auch noch Schande erwachse.

Es gibt aber nur einen Entschluss. Denn in der bevorstehenden Nacht muss alles ins Werk gesetzt sein. Nun denn, Sokrates, auf jeden Fall folge mir und handle ja nicht anders! Was meinst du? Wird dieser Satz nicht mit Recht aufgestellt? KR: Mit Recht. SO: Und nicht wahr, dass man die rechtschaffenen achten soll, die schlimmen aber nicht? KR: Ja. KR: Wie anders? KR: Nur dies einen. KR: Offenbar.

KR: So ist es. SO: Nun gut. KR: Wie sollte es nicht? Wohin zielt es und worauf bei dem, der nicht Folge geleistet hat? Und nicht wahr, auch in den anderen Beziehungen, mein Kriton, ist es so, damit wir nicht alles durchzugehen brauchen? Oder ist es nicht so? KR: Ich denke doch wohl, meint Sokrates. Es ist das aber doch wohl der Leib? Oder nicht? KR: Mitnichten. KR: Bei weitem. SO: Ganz richtig. KR: Dabei bleibt es allerdings.

KR: Es bleibt dabei. Und wenn es uns dann als gerecht erscheint, so wollen wir den Versuch machen, wo nicht, ihn unterlassen. KR: Nun, ich will es versuchen.

Behaupten wird das oder nicht? KR: Wir behaupten es. KR: Gewiss nicht. KR: Offenbar nicht. SO: Wie aber nun? KR: Das darf man doch gewiss nicht, Sokrates. SO: Wie aber? Schlechtes, dass man erleidet, mit Schlechtem vergelten ist das, wie die Menge sagt, gerecht oder ist es nicht gerecht? KR: Du hast Recht. SO: Also darf man keinem Menschen weder Ungerechtes vergelten noch Schlechtes tun, mag man auch was immer von ihm zu erleiden haben.

Und nun sieh zu, mein Kriton, dass du, indem du dieses zugestehst, es nicht gegen deine Meinung zugestehst. Denn ich bin nicht nur schon seit langem, sondern auch jetzt noch dieser Meinung; du aber, wenn du etwa anderer Meinung geworden bist, spricht es aus und belehren ich.

KR: Allerdings bleibe ich dabei und teile deine Meinung. Also sprich nur! KR: Er muss ihm nachkommen. Denn ich verstehe es nicht. Ist es etwa anderes, worauf du mit der Tat, die du beabsichtigst, sinnst, als uns, die Gesetze, zu Grunde zu richten, und den Staat, so viel an dir liegt? Oder werden wir zu Ihnen sagen: "Der Staat hat aber ungerecht gegen uns gehandelt und den Prozess nicht richtig entschieden!

KR: Das, beim Zeus, Sokrates. Ist, was die Gesetze sprechen, wahr oder nicht? KR: Mir wenigstens scheint es so. Weder zu einem Festzug bist du ja jemals aus der Stadt gekommen, ausgenommen einmal zu den Isthmien, noch irgend anderswohin, wenn es nicht zu einem Feldzug geschah, noch hast du jemals eine Reise gemacht, wie andere junge Leute, noch hat dich auch die Lust angewandelt, einen anderen Staat und andere Gesetze kennenzulernen, sondern wir und unser Staat waren dir ganz genug.

KR: Notwendig, meint Sokrates. Wirst du daher etwa die Staaten mit guten Gesetzen und unter den Menschen die ordentlichsten gar meiden wollen? Und du meinst nicht, dass dieses Treiben des Sokrates dann widerlich erscheinen werde? Man muss es ja meinen. Allein du wirst dich wohl aus diesen Gegenden entfernen, und nach Thessalien begeben zu den Gastfreunden des Kriton. Nun, das zwar nicht, - aber werden sie, indem sie hier versorgt werden, wohl besser versorgt und erzogen werden, wenn du nur lebst, obgleich du nicht bei ihnen bist?

Denn deine Freunde werden sich ihrer annehmen. Also wie, wenn du nach Thessalien gewandert ist, werden sie sich ihrer annehmen, wenn du aber zum Hades gewandert bist, sollten sie sich ihrer nicht annehmen?

Also glaube mir, nach dem, wie es mir jetzt eben ist, wirst du, wenn du etwas dagegen sagen willst, vergeblich reden. SO: So lass es denn, Kriton, und wir wollen so handeln, da uns der Gott so leitet.

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Platon: Kriton und Sokrates

Kriton: Noch gar sehr. Kriton: Er ist schon gut bekannt mit mir, Sokrates, weil ich oft hierher komme. Auch hat er wohl eher etwas von mir erhalten. Sokrates: Bist du eben erst gekommen oder schon lange da? Kriton: Schon ziemlich lange. Sokrates: Warum also hast du mich nicht gleich geweckt, sondern dich so still hingesetzt? Sokrates: Wohl wahr!

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